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Oktoberfest!!!!

Nun liebe Kinder,

la Oktoberfest es una de las fiestas más importantes de Alemania.  Os dejo con la visión que yo tengo de ella.  Disfrutadlo…

Jurgencita

 

24. Tag. Der Heiligabend. Calendario de Adviento

Nun liebe Kinder,

¡Y por fin llegó la Navidad! Con sus reuniones familiares, la cena, los regalos.  Gracias por haber seguido mi calendario, tanto como si hubiera sido el Calendario Maya.  Feliz Navidad, Frohe Weihnachten!

Jurgencita

 

 

 

23. Tag Calendario de Adviento.

Nun liebe Kinder,

heute basteln wir ein Paar Weihnachtsschmucke…..

Jurgencita

22. Tag Calendario de Adviento. Das Weihnachtsessen

Nun liebe Kinder,

hoy quiero enseñaros la tradición gastronómica navideña en las distintas zonas de Alemania:

Weihnachten ist das Fest der Feste – dann ist nur das Beste gerade gut genug, wenn es heißt, mit Freunden und Familie zu feiern und kulinarisch zu schlemmen. Doch was essen die Deutschen zu Weihnachten am liebsten? Unangefochtener Spitzenreiter beim Weihnachtsmenü: Gänse- oder Entenbraten.

Unangefochtene kulinarische Spitzenreiter zur Festzeit auf heimischen Esstischen sind Gänse- und Entenbraten. Von insgesamt 1024 Personen bevorzugen mehr als die Hälfte eindeutig die Gans und 38 Prozent die Ente.

Und wie sehen die Vorlieben der Deutschen bei der Zubereitung der Gans- und Entengerichte aus? Äußerst beliebt sind die Geflügelgerichte mit Füllung – am liebsten in der fruchtigen Variante mit Apfel. Aber auch Maronen und Kastanien liegen in der Gunst der Befragten ganz weit vorne. Doch ganz gleich für welche Füllung oder welche Art der Zubereitung man sich entscheidet – mit qualitativ hochwertigem Geflügel gelingt das Weihnachtsessen ganz bestimmt.

 

Entenbrust

Der Klassiker an Weihnachten: Entenbraten
(Foto/Abb.: Cranberry)
Weihnachtsgans

Der Dauerbrenner: Die Weihnachtsgans
(Foto/Abb.: MEV Spezial 21)

Für geprüfte Markenqualität ist das CMA-Gütezeichen eine wertvolle Einkaufshilfe und die deutsche Herkunft des Geflügels ist leicht an der D/D/D-Kennzeichnung zu erkennen. Denn sie steht dafür, dass das Geflügel in Deutschland geboren, aufgezogen und geschlachtet wurde.

Und wer zaubert nach dem Einkauf die kulinarischen Gans- und Entengerichte in der Küche? Für das leibliche Wohl der Lieben am Festtag scheinen nach wie vor die Frauen zuständig zu sein: Zu über 50 Prozent übernimmt dies die haushaltsführende Person – zumeist die Frau des Hauses. Und: Nur rund ein Drittel der Hausfrauen lässt sich in die Töpfe gucken und ihren Partner bei der Zubereitung des Weihnachtsessens helfen. Doch eins steht fest: Ohne Gans und Ente wäre das Weihnachtsfest nur halb so schön!

 

Fuente: das Kochrezept.de

Die Weihnachtskrippe. 21. Tag Calendario de Adviento

Nun liebe Kinder,

En el día 21 del calendario de adviento, os traigo la tradición del Belén:

Eine Weihnachtskrippe ist eine Darstellung der Geburt Christi aus der Weihnachtsgeschichte oder anderer Szenen aus dem Leben Jesu Christi, meist durch Figuren in einer Modelllandschaft Betlehems. Die Weihnachtskrippen verbinden die Bilderwelt der Adventszeit mit dem Dreikönigsfest.

Die heutigen Weihnachtskrippen gehen bereits auf das Frühchristentum zurück, doch zeigten die Darstellungen der ersten Jahrhunderte nur das Jesuskind (nach dem Lukasevangelium in der Futterkrippe liegend) mit den zwei Tieren Ochse und Esel. Die Figur der Maria kam erst im Mittelalter dazu (lt. einer Mitteilung des Wiener Diözesanmuseums), der Hl. Josef sogar noch später.

Hingegen gab es um 500 bereits bildliche Darstellungen, auf denen die drei Weisen ihre Geschenke dem Gotteskind darbringen. Belegt ist dies sowohl durch das Mosaik in Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna als auch in Santa Maria Maggiore in Rom.

Biblische Grundlage

Hauptartikel: Weihnachtsgeschichte

Die Evangelisten Matthäus und Lukas stellen ihrer Darstellung des Lebens Jesu eine Vorgeschichte voraus, die Grundlage für die Krippendarstellungen ist. Die Einzelheiten der Erzählung weichen in den beiden Evangelien jedoch grundlegend voneinander ab. Die meisten Krippendarstellungen kombinieren beide Darstellungen, wenn sie nacheinander die Hirten (nach Lukas) und die Sterndeuter, Magier, Weisen oder „drei Könige“ (nach Matthäus) auftreten lassen. Im Matthäusevangelium wird die Geburt Jesu eher beiläufig und ohne Ortsangabe erwähnt. Der geläufigere Text steht im Lukasevangelium:

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. (Lk 2,4-7 EU)

Der Ablauf der Darstellung ist in den beiden Evangelienschriften wie folgt:

Lukas Kapitel 1 und 2

  1. Verkündigung der Geburt von Johannes dem Täufer an Zacharias und Empfängnis durch Elisabeth (Lk 1,5-25 EU)
  2. Verkündigung der Geburt Jesu an Maria (Lk 1,26-38 EU)
  3. Treffen von Maria und Elisabeth („Mariä Heimsuchung“) (Lk 1,39-56 EU)
  4. Geburt, Beschneidung und Aufwachsen Johannes des Täufers (Lk 1,57-80 EU)
  5. Geburt Jesu (Lk 2,1-7 EU)
  6. Engelerscheinung bei den Hirten (Lk 2,8-15 EU)
  7. Besuch der Hirten an der Krippe (Lk 2,15-20 EU)
  8. Darstellung Jesu im Tempel von Jerusalem, Beschneidung Jesu und Zeugnis von Simeon und Hanna (Lk 2,21-40 EU)
  9. Wallfahrt des zwölfjährigen Jesus mit seinen Eltern nach Jerusalem (Lk 2,41-52 EU)

Matthäus Kapitel 1 und 2

  1. Stammbaum Jesu (Mt 1,1-17 EU)
  2. Ankündigung der Geburt Jesu an Josef, Geburt Jesu und Namengebung durch Josef (Mt 1,18-25 EU)
  3. Huldigung der Sterndeuter (Mt 2,1-12 EU)
  4. Flucht des Josef mit Maria und dem Kind nach Ägypten (Mt 2,13-15 EU)
  5. Kindermord des Herodes in Betlehem (Mt 2,16-18 EU)
  6. Rückkehr aus Ägypten nach Nazaret (Mt 2,19-23 EU)

In beiden Evangelien folgt jeweils im dritten Kapitel das Auftreten Johannes des Täufers und die Taufe Jesu im Jordan.

Die „Krippe“ (praesepium) und die Herbergssuche

Praesaepe (Futterkrippe) mit Jesuskind im Mittelpunkt einer Hauskrippe, Deutschland, frühes 20. Jhdt.

Die Krippe (im klassischen Latein: praesaepe Gehege, Stall, von saepio umzäunen, einfrieden, griechisch φάτνη phátnä, lat. auch praesepium) steht im lateinischen Bibeltext (Lk 2,7 VUL = Lk 2,7 EU) für die Futterkrippe, in die in der Darstellung des Lukasevangeliums Maria ihr neugeborenes Kind Jesus legte, nachdem sie und Josef keinen Platz in einer Herberge gefunden hatten. Die Erwähnung der “Krippe in einem Stall” ist die einzige Beschreibung des Ortes der Geburt Jesu im Neuen Testament. Bei Matthäus ist nur von einem „Haus“ (οἰκία oikia) die Rede, „wo das Kind war“ (Mt 2,9.11 EU).

Im Deutschen steht Krippe heute als pars pro toto für die ganze Weihnachtskrippe[1].

Das „Liegen in einer Krippe“ scheint im Lukastext eine herausgehobene Bedeutung zu haben, weil dies in der Szene der Verkündigung an die Hirten als Zeichen dienen soll.[2] Darin kann eine Anspielung auf den Anfang des Buches Jesaja gesehen werden: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht“ (Jes 1,3 EU). Im Neuen Testament findet sich der Ausdruck “Krippe” insgesamt nur viermal – abgesehen von Lk 13 ,15 EU – dreimal im zweiten Kapitel, wo die Geburt Jesu geschildert wird (Lk 2 , 7; 12; 16 EU). Damit läge die Symbolkraft der Krippe darin, dass dort für die, die suchen, „Futter“ zu finden ist. Jesaja nämlich stellt Ochs’ und Esel positiv dar als diejenigen, die wissen, wo Gutes zu finden ist, im Unterschied zum Volk Gottes, welches das vergessen habe[3]. Gerade Jesaja ist das Prophetenbuch, das das endzeitliche Heilshandeln Gottes ankündigt und deswegen von Christen als Vorankündigung des Messias angesehen wird. In den Evangelien werden Ochse und Esel allerdings nicht erwähnt.

In der Mitteilung des Lukas, dass das neugeborene Kind in eine Krippe gelegt werden musste, „weil in der Herberge kein Platz für sie war“, klingt das theologische Motiv der Kenosis („Entäußerung“) an. Im Prolog des Johannesevangeliums, der vom Evangelisten an die Stelle einer Kindheitsgeschichte gesetzt wurde, heißt es: “Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,11 EU); im Brief des Apostels Paulus an die Philipper zitiert er einen urchristlichen Christushymnus, in dem es heißt: „Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu.“ (Phil 2,6-10 EU) Entäußerung und Den-Menschen-gleich-werden der johanneischen und paulinischen Theologie sind – genauso wie die Kindheitsgeschichte nach Lukas mit den Herberge suchenden Eltern – nicht Aussagen über einen Säugling, sondern sie kennzeichnen die gesamte Sendung Jesu Christi als Gottes Heilstat zur Erlösung der Menschen, von seiner Geburt bis zu seiner Hinrichtung am Kreuz.

Geschichte

Als Begründer der sinnfälligen Darstellung des Weihnachtsgeschehens gilt der hl. Franz von Assisi, der 1223 in Greccio anstelle einer Predigt mit lebenden Tieren und Menschen das Weihnachtsgeschehen nachstellte. Damit steht möglicherweise das in Frauenklöstern des 13. und 14. Jahrhundert verbreitete Christkindlwiegen in Verbindung. Die Verehrung des heiligen Ortes in Bethlehem geht aber noch deutlich weiter zurück, Origines berichtet bereits im dritten Jahrhundert davon, dass die Geburtsstätte zahlreiche Pilger anzog.[4]

Zwar ist im Weihnachtsevangelium nicht von der Armut der Heiligen Familie zu lesen, doch die Bibelstelle, nach der das Kind an einen Platz gelegt wurde, der sonst für das Futter der Tiere vorgesehen ist, wurde dementsprechend interpretiert. So mutmaßte man, dass Jesus nicht eines gehobenen Standes, sondern einer aus dem einfachen Volk war. Dementsprechend realitätsnah waren bereits spätmittelalterliche figürliche Darstellungen von der Geburt Christi, so zu sehen in der spätromanischen Burgkapelle in Hocheppan bei Bozen um 1200. Eine möglicherweise kontinuierliche Weiterentwicklung bis hin zur heute bekannten Weihnachtskrippe wurde durch die Reformation unterbrochen. Bestärkt durch das Konzil von Trient (1545-1563) versuchten die Orden der Jesuiten, Serviten und Franziskaner, die Inhalte der Bibel durch szenenhafte Darstellungen neu zu beleben. Vor allem Weihnachten sowie die Passion zu Ostern wurden solchermaßen nähergebracht. Kästchen mit biblischen Darstellungen wurden in Kirchen aufgestellt und wurden auch in adligen Kreisen bald populär.

Die 1562 von Jesuiten in Prag aufgestellte Weihnachtsdarstellung gilt heute allgemein als erste Nennung einer Krippe im heutigen Sinn. In den folgenden Jahren wurde in Kirchen das Aufstellen von Krippen zur Weihnachtszeit fast zur Prestigesache. Nach dem Vorbild der 1607 in München aufgestellten Krippe errichtete man etwa 1608 in Innsbruck und 1609 in Hall eine solche. Seit dem Jahr 1615 ist eine Weihnachtskrippe im Benediktinerinnenkloster Nonnberg in Salzburg belegt.

Barocke Krippe in Gutenzell (Oberschwaben, 1704)

Zu den berühmtesten Krippen zählen bis heute die neapolitanischen Krippen, deren charakterstarke Köpfe an die Masken der italienischen Commedia dell’arte erinnern. Die Szene der Geburt Christi wird dort oft in äußerst aufwendige und detailreiche Straßen- und Marktszenen eingebettet, so dass die Darstellung der Geburt oft nur noch Nebensache scheint. Im Barock wurden auch in Österreich und Süddeutschland (Bayern, Schwaben, Allgäu) viele Krippen nach neapolitanischem Vorbild geschaffen.

Unter Kaiserin Maria Theresia und Joseph II. wurden Weihnachtskrippen durch mehrere Verbote aus den öffentlichen Gebäuden, also vor allem aus den Kirchen, verbannt. Ein ähnliches Verbot erließ Erzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld am 22. November 1784 für das Fürstbistum Salzburg. Dadurch erhielten die Weihnachtskrippen Einzug in den privaten Bereich. Dies blieb, auch nachdem die Verbote aufgehoben wurden.

Bevor im 19. Jahrhundert der Christbaum allgemeine Verbreitung fand, stand die Krippe im Mittelpunkt der katholischen Weihnachtsfeier. Im evangelischen Deutschland wurde die Weihnachtskrippe besonders durch das Wirken von Gustav Wilhelm Jahn verbreitet, der Krippenfiguren durch die Insassen der Züllchower Anstalten herstellen ließ.

Krippen sind fester Bestandteil des kirchlichen und häuslichen Weihnachtsschmucks und werden in allen erdenklichen künstlerischen Stilen und Materialien gefertigt.

Zeitraum der Aufstellung der Krippe

Die Krippe wird zum Weihnachtsfest aufgestellt. Mancherorts beginnt die Aufstellung mit einzelnen Figuren und Szenen bereits zu Beginn der Adventszeit. Am 24. Dezember wird das Vollbild mit dem Jesuskind in der Krippe präsentiert, bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) kommen die Heiligen drei Könige hinzu. Die Krippe bleibt bis zum Ende der Weihnachtszeit stehen. Diese reichte bis 1970 zum Fest Maria Lichtmess am 2. Februar, heute bis zum Sonntag nach dem Fest der Erscheinung des Herrn. An manchen Orten hat sich der Brauch erhalten, die Krippe bis zum Fest der Darstellung des Herrn stehenzulassen. Die Weihnachtszeit endet dann mit dem Ritus der Krippenschließung.

Typische Krippenfiguren

Typische Figuren in Weihnachtskrippen sind:

  • das Jesuskind in einer Krippe (Praesepe)
  • Maria, Mutter Jesu; Darstellung als thronende Madonna möglich
  • Josef, der Ziehvater Jesu (Mt 1,24-25 EU), meist als älterer Mann dargestellt
  • Ochse und Esel – Sie werden in den biblischen Weihnachtsgeschichten nicht erwähnt, haben aber dennoch eine biblische Begründung; sie findet sich in Jesaja Jes 1,3 EU und lautet: Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt’s nicht, und mein Volk vernimmt’s nicht. Von hier aus, so wird angenommen, hielten Ochs und Esel schon in den ersten christlichen Jahrhunderten Einzug in den Stall zu Bethlehem.[5] Ein weitere
    In der frühchristlichen Literatur (Patristik), etwa in einer Weihnachtshomilie des Augustinus, wurden Ochs und Esel als Sinnbilder der beiden Teile der christlichen Kirche gedeutet, die aus Juden (Volk Gottes) und Heiden (alle anderen Völker) gebildet sei. Dem Trienter Konzil (1545-1563) gelang es später nicht, sie um der „Wahrheit” der Bibel willen von der Krippe zu verbannen.
  • Hirten und Schafe (meist mit Hütehund)
  • Drei Weise aus dem Morgenland (Caspar, Melchior, Balthasar) mit Geschenken (Gold, Weihrauch, Myrrhe), oft mit Kamelen oder Elefant. Hierzu ist allerdings zu sagen, dass in der Bibel eigentlich nur von „Weisen“, griechisch magoi (ursprüngl. Persische Priesterkaste, auch Sterndeuter, Berater des Königs, Astronomen oder Magier) die Rede ist. Es werden weder Namen genannt, noch ist ihre Zahl vermerkt. Die Bibel spricht nicht von Königen.
  • Verkündigungsengel (teilweise mit Gloria-Spruchband in den Händen dargestellt)

Siehe auch: Caganer (traditionelle katalanische Krippenfigur)

Typen von Krippen

Krippen können nach verschiedenen Merkmalen unterschieden werden:

Aufstellungsort

Weihnachtskrippe in der Wiener Minoritenkirche (2011).

Beispiel einer Freikrippe (Schwimmende Krippe in der Veldener Bucht auf dem Wörthersee)

  • Kirchenkrippen
  • Hauskrippen
  • Freikrippen

Äußere Gestaltung

  • Stallkrippen
  • Höhlenkrippen
  • Tempelkrippen
  • Landschaftskrippen
  • Kastenkrippen (die Krippe ist in eine Kiste eingebaut)
  • Bretterkrippen (bühnenartiger Aufbau mit Suffitten)
  • Dreieck-Eckkrippen
  • Rundkrippen
  • Drehkrippen
  • Reliefkrippen
  • Mechanische Krippen
  • Miniaturkrippen
  • Großkrippen
  • Mechanische Krippe (1899 – 1939) mit fast 300 beweglichen Figuren (Karl Klauda), Christkindl

  • Großkrippe (ab 1950) auf 58 m² mit 778 Figuren (Ferdinand Pöttmesser), Christkindl

Schauplatz

  • Orientalische Krippen: stellen das Geschehen in einem dem Heiligen Land nachempfundenen Umfeld dar
  • Heimatkrippen: stellen das Geschehen in einem Umfeld mit typischen Merkmalen der Heimat des Herstellers oder Betrachters dar (z. B. alpenländische Schneekrippe mit Winterlandschaft)
  • Milieukrippen: zeigen das Geschehen in einem spezifischen Ambiente mit Personen und “Typen” des sozialen Umfeldes, z.B. mehrfach in Kölner Kirchen
  • Naturkrippen: stellen das Geschehen in einem nicht lokalisierbaren natürlichen Umfeld dar
  • Krippen ohne Umfeld: bestehen nur aus Figuren
  • Orientalische Krippe

  • Afrikanische Krippe (Missionshaus St. Wendel)

  • Portugiesische Krippe

  • Alpenländische Heimatkrippe vor der Kulisse von Ischgl Anton Keller, Vils

Material (Figuren)

Krippe aus Stein, Krippenmuseum “Maranatha”, Luttach

  • Loammandl-Krippen (aus Lehm, mit Formen gefertigt, sind in Nassereith heimisch)
  • Krippenfiguren aus einer Schwarzmehl-Leimwasser-Masse (“Teig”) (bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gängiges Material in der Spielzeugfiguren-Herstellung, z. B. in Thüringen, Sachsen und Oberfranken)[6]
  • Santons (provenzalische Krippenfiguren aus Ton oder Terrakotta)
  • Terrakotta-Krippen
  • Geschnitzte Krippen (evtl. auch bekleidet)
  • Wachskrippen
  • Pappmaché-Krippen
  • Krippen mit Biblischen Erzählfiguren
  • Glaskrippen
  • Strohkrippen, Maisstrohkrippen
  • Blechkrippen
  • Metallkrippen (Silber, Bronze, Blei, Zinn)
  • Papierkrippen
  • Eis- und Schneekrippen
  • Steinkrippen

Material des Umfelds

  • Naturmaterialien (z. B. Wurzelholz, Wurzeln, Baumschwamm, Moos, Rinden)
    • 1998 baute Gustel Hertling eine Wurzelholzkrippe, die als „größte Naturwurzelkrippe der Welt“ ins Guinness-Buch der Rekorde dieses Jahrgangs aufgenommen wurde; sie wird alljährlich in der Vorweihnachtszeit im Weihnachtsdorf Waldbreitbach in der katholischen Pfarrkirche errichtet und kann dort bis Anfang Februar besichtigt werden. 2006 schlug der Krippenbauer mit einer noch größeren Krippen-Gebirgslandschaft mit fließendem Wasser (8,50 m hoch auf 130 m² Grundfläche, permanent in der Ausstellungshalle) seinen eigenen Rekord.)
    • Die Wurzelkrippe Rheinbrohl in der Kirche St. Suitbertus wurde 1991 von der Krippenvereinigung ArsKrippana in Losheim als größte künstlerisch gestaltete Wurzelkrippe Europas ausgezeichnet.
  • Künstliche Materialien (z.B. Kunstharz, Papier)
  • Beispiel einer vorwiegend aus Naturmaterialien gebauten Krippe (Wallfahrtskirche Ave Maria)

  • Größte Wurzelholzkrippe der Welt (G. Hertling; Waldbreitbach)

  • Wurzelkrippe Rheinbrohl

Dargestellte Szenen

  • Weihnachtskrippen
  • Fastenkrippen (Osterkrippen)
  • Jahreskrippen
  • Krippen mit anderen Darstellungen des Lebens Jesu

Die Darstellung von Christi Geburt, oft auch mit der Anbetung durch die drei Weisen aus dem Morgenland, ist die gängigste und bekannteste Krippenform. Andere Krippen zeigen weitere Bilder des Weihnachtsgeschehens (darunter die Verkündigung des Herrn, die Herbergssuche Mariä und Josefs sowie die Flucht nach Ägypten; originell auch Maria beim Windelwechseln in der Kölner Kapelle “Maria in den Trümmern”). Häufige Krippenszenen aus der Jugend Christi sind die Darbringung Christi im Tempel und das Haus in Nazareth mit Maria am Spinnrad und Jesus, der Josef in der Tischlerwerkstatt hilft. Besonders im Barock war die Darstellung der Hochzeit zu Kana, des ersten Wunders Jesu, beliebt, da das Motiv mit einer Hochzeitsgesellschaft in prächtigen Gewändern und einer großen Festtafel besonders vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Seltener sind Szenen des Ostergeschehens wie der Einzug Christi in Jerusalem, die Kreuzigung Christi oder das Heilige Grab.

  • Flucht nach Ägypten (Szene der Krippe in Gutenzell)

  • Einzug Jesu in Jerusalem (Szene der Jahreskrippe in Klosterlechfeld)

Anzahl der dargestellten Szenen

  • Simultankrippen: mehrere Darstellungen gleichzeitig
  • Wechselkrippen: verschiedene Szenen sind mit den gleichen Figuren möglich
  • Jahreskrippen: das gesamte Kirchenjahr kann dargestellt werden

Der Wechsel der Szenen gehört zum Wesen jeder Krippe – und sei es nur durch das Hinzustellen der Figuren der Weisen aus dem Morgenland am 6. Januar.

Art der Herstellung

  • Von Künstlern, Kunsthandwerkern, erwachsenen Laien oder Kindern in Einzelfertigung hergestellte Krippen bzw. Krippenfiguren
  • Von Manufakturen in Kleinserie hergestellte Krippen bzw. Krippenfiguren
  • Industriell in Serie hergestellte Krippen bzw. Krippenfiguren (z. B. Weihnachtskrippe von Playmobil aus dem Jahr 2000)
  • Von Kindern in Einzelfertigung gebastelte Krippenfiguren

  • In Serie hergestellte Krippenfiguren

  • Weihnachtskrippe mit Egli-Figuren und dem Licht aus Betlehem im Jahr 2011 in der Heilig-Kreuz-Kirche des Zentrums für christliche Meditation und Spiritualität des Bistums Limburg in Frankfurt-Bornheim

Sonderformen

  • Weihnachtspyramiden; als meistens, durch Kerzenlichtwärme angetriebene, drehende Darstellung von Krippenszenen.
  • Mechanische Krippen; schöne mechanische Krippen befinden sich z. B. in den Wallfahrtsorten Altötting, Maria Taferl, Christkindl und Mariazell sowie in Olešnice v Orlických Horách (Gießhübel, Böhmen). Die größte mechanische Krippe der Welt befindet sich in Rajecká Lesná (Freiwald, Slowakei)).
  • Lebende Krippen
  • Einstöckige Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge

  • Beispiel einer lebenden Krippe (Esslinger Weihnachtsmarkt)

  • Krippen aus Gebrauchs- oder Abfallstoffen. Die Darstellung von Krippenfiguren aus dem Bereich sozial Benachteiligter ist eine Besonderheit, die in Herne ihren Ursrprung hatte und in vielen Kirchen Deutschlands gezeigt und durch aktiv Beteiligte erweitert wurde.

Bekannte Krippenbauer

  • Anna Schuster
  • Martin Scheible
  • Sebastian Osterrieder
  • Sieger Köder
  • Otto Zehentbauer

Jurgencita

Fuente: WIkipedia

Der Weihnachtsmann. 20. Tag Calendario de Adviento

Nun liebe Kinder,

Aquí tenéis la 20 entrega del Calendario de Adviento de gute Laune

Der Weihnachtsmann ist eine Symbolfigur weihnachtlichen Schenkens, die in Deutschland vor allem in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland sowie in der übrigen Welt besonders in protestantisch geprägten Regionen, wie den Niederlanden, Skandinavien, Großbritannien, der deutschsprachigen Schweiz und den USA populär ist.

Dargestellt wird er als dicklicher und freundlicher alter Mann mit langem weißem Rauschbart, roter und mit weißem Pelz besetzter Kutte; Attribute sind sein Geschenkesack und (häufig) eine Rute. Dass diese Darstellung bereits im 19. Jahrhundert existierte, beweisen zeitgenössische Postkarten.[2] Die Coca-Cola Company nutzte ab 1931 alljährlich zur Weihnachtszeit diese Darstellung für eigene Werbekampagnen. Ob die Firma damit entscheidend zur weltweiten Verbreitung des „Weihnachtsmanns“ beitrug, ist umstritten.

Angeblich bringt der Weihnachtsmann „braven“ Kindern an Heiligabend (in der Nacht zum 25. Dezember) Geschenke, den „bösen“ hingegen bloß eine Rute. Er vereinigt somit Eigenschaften des Myraer Bischofs Nikolaus und seines in Europa meistens als begleitender Gegenspieler dargestellten strafenden Knechtes Ruprecht.

Heiliger Nikolaus

Der heutige Weihnachtsmann geht vor allem auf die europäischen Volkslegenden um den heiligen Nikolaus zurück. Er ist aber keinesfalls mit diesem gleichzusetzen. Nikolaus von Myra war ein Bischof im 4. Jahrhundert, der Kern zahlreicher Legendenbildungen war. Unter anderem wird er als Schutzpatron der Kinder verehrt. Ihm zu Ehren wurden schon im Mittelalter Kinder an seinem Namenstag, dem 6. Dezember bzw. oft schon am Vorabend beschenkt. Dieses Datum war früher auch der eigentliche Bescherungstag, der erst im Laufe der Reformation und deren Ablehnung der Heiligenverehrung in vielen Ländern auf den 24. bzw. 25. Dezember rückte (siehe auch Christkind). Seit dem 13. Jahrhundert verkörperte in Kloster- und Stiftsschulen ein Schüler an diesem Tag den Kinderbischof mit entsprechenden Weisungsrechten, ein Brauch, der neuerdings an einzelnen Orten wieder aufgenommen worden ist. Nach dem Konzil von Trient, das die Residenz- und Visitationspflicht der Bischöfe in ihren Diözesen verschärfte, trat auch der heilige Nikolaus als Visitator auf, der, in Begleitung eines gezähmten Teufels, seine „Schäfchen“ zu Hause besuchte und kontrollierte, ob die Kinder im vergangenen Jahr brav oder unartig gewesen waren.

Gabenbringer zu Advent und Weihnachten

Traditioneller Nikolaus bei der Kinderbescherung im oberbayerischen Jexhof

Siehe auch: Weihnachten weltweit

Die Tradition des Nikolaus lebt heute noch in Teilen Europas weiter. In den Niederlanden (Sinterklaas), Belgien, Luxemburg, Nordwestdeutschland (Eifel/Rheinland) und der Schweiz kommt der Nikolaus am Vorabend des 6. Dezember ins Haus, um vorweihnachtliche Leckereien zu schenken oder diese in der Nacht in einen vor dem Fenster aufgestellten Nikolaus-Stiefel zu legen.

Ähnlich agiert er in Bayern und Österreich am 6. Dezember, wo vielfach am Tag davor die wohl von den winteraustreibenden Perchten (keltischen Ursprungs) inspirierte kettenrasselnde Satansfigur „Krampus“ den bösen Part übernimmt – in vollständig traditioneller Version mit einem Pferdefuß und zwei Hörnern, einer Reisig-Rute (die vielfach [spielerisch] benutzt wird) und über dem Teufelsschwanz einer auf den Rücken geschnallten Holzbutte, in der er angeblich die „schlimmen“ Kinder abtransportiert. Beide stehen auch in offiziellen österreichischen Kalendern; dennoch kommt der Krampus aus praktischen Gründen oft erst am 6. Dezember gemeinsam mit Nikolaus, der ihn dann bei jedem Auftritt erfolgreich in die Schranken weist. Der Begriff der Perchten findet sich auch in der Bezeichnung „Knecht Ruprecht“ für den Begleiter des Nikolaus wieder.

Im fränkischen Raum ist der „Pelzmärtel“ (vom westmitteldeutschen pelzen = ‚prügeln‘ und Märtel als Verkleinerungsform von Martin) seit der Reformation als Gabenbringer verbreitet, im Schwäbischen tritt Belzmärte als dunkler Begleiter des Nikolaus auf. Hier dürften Elemente des Brauchtums am Martinstag (11. November) mit dem Nikolausbrauchtum zusammengeflossen sein. Auch „Pelznickel“ (Nickel als Verkleinerungsform von Nikolaus) kommt im Unterfränkischen vor.[3][4][5]

Neben dem Nikolaus hatte sich in zahlreichen Regionen des deutschsprachigen Raumes die Symbolgestalt des Christkinds herausgebildet,[1] auch in Abgrenzung zum „Heiligen Christ“, den Martin Luther an die Stelle des heiligen Nikolaus gesetzt hatte. Die Beschenkung war seit der Reformation auf den Heiligen Abend verlegt worden.

Im bekannten Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, dessen Text 1840 von Hoffmann von Fallersleben verfasst wurde, lauten die ersten beiden Zeilen: „Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben.“ Dies belegt, dass spätestens im Biedermeier die Rolle des Weihnachtsmanns als Gabenbringer allgemein bekannt war.

Die nordische Sagengestalt des Nisse (von dänisch Niels für Nikolaus), deutsch adaptiert als Wichtel, erinnert mit ihrer roten Mütze an den Weihnachtsmann. Davon abgeleitet ist der Brauch des Wichtelns in der Vorweihnachtszeit, in dem man sich gegenseitig und anonym in zufälliger Zuordnung von Schenkendem und Beschenktem beschenkt.

Skandinavien

Im nördlichen Europa existiert seit alters her eine Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterszeit vorbereitet. Die Rute galt dabei als Fruchtbarkeitssymbol, die Nüsse als gehaltvolle und haltbare Nahrung. Dieser bärtige alte Mann war in einen langen braunen Winterpelz mit Kapuze gekleidet und fuhr auf einem Rentierschlitten, sein Wohnort ist Lappland. Man geht davon aus, dass hier noch Elemente des nordischen Gottes Odin sowie des Gottes Balder enthalten waren.

Väterchen Frost

Die russische Variante des Weihnachtsmanns ist die Kunstfigur Ded Moros (russisch Дед Мороз, auch: Deduschka Moros), zu deutsch: „Väterchen Frost“, oder wörtlich übersetzt „Großvater Frost“. Er trägt ein blau-weißes Kostüm, was für Frost und Kälte steht. An seiner Seite ist immer ein kleines Mädchen, die Enkelin des Ded Moros, die „Snegurotschka“ (russisch Снегурочка, auf deutsch auch: Schneeflöckchen) genannt wird.

Santa Claus

Santa Claus in den USA

Europäische Auswanderer brachten den Sankt-Nikolaus-Brauch mit in die Vereinigten Staaten von Amerika. Insbesondere in den niederländischen Kolonien wurde das Sinterklaasfeest gefeiert, zumal Sankt Nikolaus auch der Patron von Neu Amsterdam, dem späteren New York war. Aus Sinterklaas wurde Saint Claus und schließlich Santa Claus.

Der heutige populäre Mythos des Weihnachtsmanns, der mit einem von Rentieren gezogenen fliegenden Schlitten reist, heimlich durch den Kamin in die Häuser steigt und dort die Geschenke verteilt, geht zurück auf das 1823 anonym veröffentlichte Gedicht The Night before Christmas; früher wurde es meist Clement Clarke Moore zugeschrieben, heute gelegentlich Major Henry Livingston Jr., aber auch diese Zuschreibung ist nicht völlig gesichert. Der Autor nennt in dem Gedicht auch die Namen seiner Rentiere: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen. Rudolph kam erst 1939 durch ein Gedicht von Robert L. May dazu, das die Vorlage für das bekannte Weihnachtslied Rudolph, the Red-Nosed Reindeer von Johnny Marks lieferte.

Thomas Nast: Holzschnitt Merry Old Santa Claus, in Harper’s Weekly vom 1. Januar 1881

Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes

Die Gestalt des heiligen Bischofs Nikolaus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts säkularisiert und verlor ihre bischöflichen Attribute, das Messgewand oder den Chormantel, den Bischofsstab und die Mitra. An die Stelle traten Mantel und Zipfelmütze, welche an die kleinasiatische Phrygische Mütze erinnert.[6] Möglicherweise flossen Elemente von Knecht Ruprecht und Wintergestalten wie dem rauhen Percht mit ein.

Eine der ersten Beschreibungen, die der heutigen Form des Weihnachtsmannes ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley. Dieser beschrieb im Jahr 1821 „Santeclaus“ als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend.[7]

Eine weitere Darstellung findet sich in dem Gedicht „‘Twas the night before Christmas“ (A Visit from St. Nicholas) von Clement Clarke Moore aus New York aus dem Jahr 1822, das erheblich größeren Einfluss hatte. Er beschrieb den Nikolaus als rundlichen, lustigen Elf mit rundem kleinen Bauch, ganz in Fell gekleidet, mit glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife.[7]

Heinrich Hoffmann: Nikolaus im „Struwwelpeter“

Moritz von Schwind: „Herr Winter“, Münchner Bilderbogen von 1848

Die Darstellung des Nikolaus im weltweit verbreiteten Kinderbuch Struwwelpeter des Frankfurter Arztes Heinrich Hoffmann, das 1844 entstand, ist dem heutigen Bild des Weihnachtsmannes sehr ähnlich. Aus derselben Zeit stammt eine Zeichnung von Moritz von Schwind im Münchner Bilderbogen Nr. 5 von 1848 unter dem Titel „Herr Winter“, der eine gestrenge, ungeliebte Figur darstellt und zu dem die Menschen Distanz halten.

Der Deutsch-US-amerikaner Thomas Nast, der im Jahr 1846 nach New York auswanderte und in den USA als Karikaturist bekannt wurde, zeichnete Weihnachten 1863 während des Amerikanischen Bürgerkrieges für das Magazin Harper’s Weekly einen alten, bärtigen Mann, der vom Schlitten herab die Soldaten der Unionstruppen beschenkt. Nasts Vorstellung vom Weihnachtsmann ging auf den „Belzenickel“ zurück, eine regionale, Pelz tragende Weihnachtsmannfigur aus dem 19. Jahrhundert, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als er später dazu aufgefordert wurde, seine Zeichnung zu kolorieren, wählte er die Farben rot und weiß. [8]

In den 1920er-Jahren setzte sich mehr und mehr die rotweiße Robe des Weihnachtsmanns durch. Die New York Times schrieb 1927: „Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart“.

Dieses Bild wurde von dem US-amerikanischen Grafiker und Cartoonisten Haddon Sundblom, Sohn skandinavischer Auswanderer, aufgegriffen, der 1931 für die Coca-Cola Company im Rahmen einer Werbekampagne den Weihnachtsmann zeichnete; nach eigenen Angaben in Gestalt und Aussehen seines Freundes und älteren Coca-Cola Auslieferungsfahrers Lou Prentiss.[9] Nach dessen Tod soll Sundblom sein eigenes Gesicht mit Hilfe eines Spiegels abgemalt haben. Möglicherweise flossen in Sundbloms Gestalten auch skandinavische Motive ein.[10] Bis 1964 zeichnete er jedes Jahr mindestens einen Weihnachtsmann für die Coca-Cola-Werbung und prägte so nachhaltig die Vorstellung des „modernen“ Weihnachtsmannes.[9]

„Santas“ in Austin (Texas)

Die Werbung war so erfolgreich, dass dieses Aussehen des Weihnachtsmannes fälschlicherweise Coca-Cola zugeschrieben wird, obwohl es regional bereits mehrere Jahre vor Beginn der Werbekampagne bekannt war. Allerdings dürften die alljährlich wiederkehrenden Werbefeldzüge des Limonadenkonzerns auf jeden Fall zu seiner weltweiten Verbreitung beigetragen und dieses Bild dabei gründlich geprägt haben.

Ausstattungsstücke des Weihnachtsmannes, vor allem die Mütze, dienen in Europa und den USA zunehmend als Verkleidung bei geselligen Anlässen in der Weihnachtszeit.

Wohnort und Transportlogistik

Weihnachtsmann (Arktischer Ozean)
Nordpol
Nordpol
Korvatunturi
Korvatunturi
Rovaniemi
Rovaniemi
Dalarna
Dalarna
Grönland
Grönland
Mögliche Wohnorte des Weihnachtsmanns

Weihnachtsmann-Puppe an einer Hausfassade in Berlin

Der US-amerikanische Santa Claus wohnt am Nordpol. Auch der europäische Weihnachtsmann wird im hohen Norden verortet. So lebt er etwa nach Auffassung der Finnen im lappländischen Korvatunturi; es wird allerdings auch behauptet, er lebe in Rovaniemi, vor allem seitdem dort 1998 ein SantaPark gestaltet wurde. Nach Überzeugung der Schweden lebt er in Dalarna, oder er hat in der alten Tradition als tomte keinen festen Wohnsitz. Nach dänischer Auffassung ist er in Grönland zu finden. Der Schweizer Nikolaus ist im Schwarzwald zuhause und geht am 6. Dezember mit seinem Esel auf Wanderschaft und wird vom „Schmutzli“ begleitet. Der niederländische „Sinterklaas“ hingegen kommt mit einem Dampfschiff aus Spanien, begleitet wird er von seinem Kompagnon Zwarte Piet.

Der US-amerikanische Weihnachtsmann fährt seine Geschenke mit einem Schlitten aus, der von bis zu zwölf Rentieren durch die Luft gezogen wird. Bekanntestes Rentier ist Rudolph mit der roten Nase (Rudolph, the Red-Nosed Reindeer), das aber erst später durch ein Gedicht hinzukam (siehe oben).

Andere behaupten, dass der Weihnachtsmann bzw. dessen Ursprung aus der Region von Antalya stammen soll, was sich wohl auf die historische Figur des Nikolaus von Myra bezieht.

In Deutschland wurden in den letzten Jahren vermehrt dem Weihnachtsmann ähnliche Puppen als „Fassadenkletterer“ an den Fassaden der Häuser angebracht, um den heimlichen Gabenbringer darzustellen.

Briefe an den Weihnachtsmann

Hauptartikel: Weihnachtspostamt

Viele Kinder schicken in der Adventszeit Briefe mit Wünschen an den Weihnachtsmann. Diese werden in vielen Staaten im deutschsprachigen, angloamerikanischen und skandinavischen Kulturraum in eigens eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet.

In Deutschland beantworten Briefmarkensammler im Dorf Himmelreich, einem Ortsteil von Neustadt am Rübenberge bei Hannover, zu Weihnachten regelmäßig die Post, die von Kindern an den „Weihnachtsmann im Himmelreich“ geschickt wird. Das geschieht auch in dem kleinen Dorf Himmelreich (beim Höllental) im Schwarzwald. Das einzige bayrische Weihnachtspostamt gibt es in Himmelstadt, in der Nähe von Würzburg.

Weitaus bekannter ist jedoch das Weihnachtspostamt im brandenburgischen Himmelpfort in der Nähe von Fürstenberg nördlich von Berlin, in welchem jährlich mittlerweile bis zu 200.000 Briefe aus aller Welt von vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfern des Weihnachtsmannes beantwortet werden. Auch im niedersächsischen „Christkind-Dorf“ Himmelpforten in der Nähe von Stade werden seit 1961 Briefe vom Weihnachtsmann beantwortet. 2001 waren es etwa 23.000 Briefe, die das dortige Postamt erreichten.

Ein weiteres Weihnachtspostamt gibt oder gab es in Deutschland im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür sowie in Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen und in St. Nikolaus südwestlich von Saarbrücken.

In Österreich erhalten seit 1950 zwischen dem ersten Adventsonntag und dem 6. Jänner Briefsendungen im Postamt Christkindl des praktischerweise seit drei Jahrhunderten Christkindl heißenden Wallfahrtsorts, der heute ein Ortsteil der Stadt Steyr ist, einen Sonderstempel – trotz elektronischer Kommunikation rund zwei Millionen jährlich.

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Hauptartikel: Gibt es einen Weihnachtsmann?

Im Jahr 1897 schrieb die achtjährige Virginia O’Hanlon aus New York an die Zeitung New York Sun einen Brief, worin sie fragte: „Gibt es einen Weihnachtsmann?“ Die diffizile Sache erhielt der Redakteur Francis Pharcellus Church zur Beantwortung. Ihm glückte eine so überzeugende Darlegung, dass das Editorial über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der New York Sun Anfang 1950 – alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt wurde. Seit 1977 – nachdem Welt am Sonntag-Autor Rolf R. Bigler (1930-1978) die Idee dazu hatte, wird dieser Briefwechsel zur Weihnachtszeit in der überregionalen deutschen Zeitung Welt am Sonntag abgedruckt.

Schokoladenweihnachtsmann

Besonders am Nikolaustag wie auch am 24. Dezember sind Schokoladenweihnachtsmänner sehr beliebt.

Um 1820 entstanden die ersten aus massiver Schokolade gefertigten Nikolausfiguren mit der Darstellung des Bischofs mit Mitra und Stab. Etwa 20 Jahre später wurden sie erstmals in der heute gewohnten Form als Hohlkörper hergestellt. Die Darstellung wechselte mit dem Aufkommen der Weihnachtsmannfigur recht schnell zur heute vorherrschenden Form.

Zur Herstellung wird flüssige Schokolade zwischen zwei Formen gebracht und im sogenannten Schleudergußverfahren solange gedreht, bis sich die Schokolade gleichmäßig verteilt hat und erkaltet ist. Über 9000 Tonnen Schokolade werden in Deutschland jährlich zu etwa 100 Millionen Schokoladenweihnachtsmännern verarbeitet. Damit liegt der Schokoladenweihnachtsmann an zweiter Stelle hinter dem Schokoladenosterhasen, auf den 56 % der Schokoladenhohlkörperproduktion entfallen (Zahlen aus dem Jahr 2002).

Die Figur des Schokoladenweihnachtsmannes hat mittlerweile in Deutschland fast vollständig den eigentlich traditionellen Schokoladennikolaus verdrängt. Auffälligster Unterschied bei den Schokoladenfiguren dürfte wohl die rote Zipfelmütze beim Weihnachtsmann gegenüber der Mitra beim Nikolaus sein, ebenso der fehlende Bischofsstab.

Bei einigen Darstellungen sind die rote Hose und Jacke, die ausgeprägten roten Pausbacken und die oft rote Knollnase des Weihnachtsmannes auffällig. Auch die Barttracht ist leicht unterschiedlich, der traditionelle Nikolaus hat keinen so weißen und so aufgeplusterten Rauschbart und trägt einen bodenlangen Bischofsmantel.

In Österreich sind nach wie vor Schokoladennikolaus und -krampus üblich, Schokoladenweihnachtsmänner sind hingegen eher seltener zu finden. Mittlerweile sind manche Produzenten dazu übergegangen, aus ein und denselben Gussformen sowohl Schokoladenweihnachtsmänner als auch -nikoläuse herzustellen, die sich lediglich durch ihre Verpackung unterscheiden.

Der Weihnachtsmann in Musik, Buch und Film

Musik

Hauptartikel: Morgen kommt der Weihnachtsmann

Das bekannteste Lied Morgen kommt der Weihnachtsmann stammt von Hoffmann von Fallersleben (1798–1874). Es entstand etwa um 1840.

Kinderbücher

Der Weihnachtsmann erfreut sich in neueren Kinderbuchserien wachsender Beliebtheit. Dabei werden etwa in etwa Lauras Stern, Conni oder Felix (Kinderbuch-Serie) eigene Bücher rund um Weihnachten gestaltet, in denen die Frage nach der Existenz des Weihnachtsmanns und seinen geheimnisvollen Fähigkeiten, Wünsche zu erraten und zu erfüllen, thematisiert werden.

Filme

In vielen US-amerikanischen Filmen ist das Thema „Glaube an den Weihnachtsmann“ als dem Erfüller von Kinderwünschen ein zentraler Punkt. Das Wunder von Manhattan wurde von 1947 bis 1994 mehrfach verfilmt. Ebenfalls dieses Thematik haben die Weihnachtsfilme der The Santa Clause-Trilogie mit Tim Allen. Der Film The Nightmare Before Christmas (1993) ist dagegen ein satirisches Gegenstück dazu. Eine sehr klassische Abhandlung der Weihnachtsmann-Thematik bietet der Film The Polar Express aus dem Jahr 2004.

Als Gegengewicht zu den zahlreichen US-amerikanischen Santa-Claus-Filmen entwickelte der Kinderfernsehsender KI.KA die Figur des Beutolomäus, unter anderem in dem Film Beutolomäus und der geheime Weihnachtswunsch (2006). In dem Namen klingt der Apostel Bartholomäus an.

Die Bescherung 18. Tag del Calendario de Adviento

Nun liebe Kinder,

Hoy os traigo la parte más divertida de la Navidad: El Bescherung o entrega de regalos.

Jurgencita

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